

« Architektur bedeutet für uns, das Vorhandene so weiterzudenken, dass Vergangenheit und Zukunft gleichzeitig sichtbar werden. »
WERCK Workshop wurde 2024 von Nora Noack und Samuel Barckhausen gegründet. Gemeinsam mit ihrem Team planen und realisieren sie Projekte in allen architektonischen Maßstäben: vom Möbel und Innenraum über Umbauten und Neubauten bis hin zu räumlichen Strategien und städtebaulichen Fragestellungen. Die Arbeit bewegt sich dabei zwischen Entwurf, Konstruktion und Materialforschung und versteht Architektur als offenen Prozess, in dem räumliche, konstruktive, soziale und materielle Fragestellungen gleichermaßen untersucht werden.

Openhouse Oase, Foto links: WERCK Workshop Foto rechts: Ruben Beilby
Der Umbau transformiert eine kleinteilige Berliner Drei-Zimmer-Wohnung in einen offenen, flexibel nutzbaren Lebensraum. Durch die Reduktion auf die räumliche Hülle und die Einführung eines autonomen, zentralen Kerns werden Erschließung, Küche und Bad neu organisiert. Es entsteht ein offener Wohnraum über den Dächern der Stadt, der Aneignung, gemeinschaftliches Leben und Rückzug gleichermaßen ermöglicht. Mit wenigen, präzisen Eingriffen wird das Bestehende weitergedacht und in eine langlebige, anpassungsfähige Architektur überführt.
Die Umnutzung eines ehemaligen DDR-Toilettengebäudes zeigt, wie ein strategischer Eingriff bestehende Strukturen in einen neuen räumlichen Zusammenhang überführen kann. Die Etablierung einer Loggia als räumliche Setzung und eine als leichter Holzbau eingestellte Sauna bilden den Kern des Entwurfs. Hanfdämmung und vollständig biogene Materialien unterstützen den ressourcenschonenden Ansatz. Durch farbliches «herauszeichen» wird der Zementputz des Bestandes zum Passepartout, die Intervention kann auf ein Minimum reduziert werden.
Im Grünraum eines historischen Dresdner Villenquartiers versteckt, entsteht ein Gartenhaus, das Werkstatt, Fahrradunterstand und Rückzugsort vereint. Im Mittelpunkt des Entwurfs steht der Erhalt eines bestehenden Baumes: Ein bogenförmiges Wandschild rahmt und schützt den Wurzelraum, während ein präzise gesetztes Fenster Haus und Baum räumlich miteinander arretiert. Stirnseiten und Dach sind als leichter Holzbau ausgebildet. Im Inneren zeichnet das Tragwerk die kreisförmige Geometrie nach – wie Speichen eines Fahrrads – und macht die Konstruktion zum prägenden innenräumlichen Element.
WERCK WORKSHOP BDA
Werck Noack Barckhausen Architektur GbR
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« Hauptstadtobservatorium »
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Samuel Barckhausen & Nora Noack
2024