neu im club
Britta und Steffen Daum
Daum Architekten BDA Berlin
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Britta und Steffen Daum

Wir schreiben die Geschichte eines Ortes weiter – mit präzisen Eingriffen, Respekt vor dem Bestand und Freude an Material, Farbe und Detail.

Über das Büro

Seit 1999 arbeiten wir als partnerschaftlich geführtes Büro in Berlin mit Schwerpunkt Bauen im Bestand und präziser Umsetzung architektonischer Konzepte. Jedes Gebäude erzählt eine Geschichte aus Zeit, Nutzung und Veränderung – wir schreiben sie weiter: im Bestand, Umbau und Neubau. Entwerfen heißt für uns, die Geschichte eines Ortes aufzunehmen und subtil fortzuschreiben. Das Neue antwortet dem Vorhandenen – im Dialog, mit Abstand, nie als Überlagerung. Bestehendes wird nicht ersetzt, sondern sichtbarer. Wir arbeiten genau und mit Freude. Wir sind Puristen, keine Minimalisten: mögen einfache Dinge, lieben Farben und experimentieren. Oft sind es kleine erzählerische Details, die Räume prägen. Atmosphäre entsteht aus Material, Proportion und dem Weglassen. Ob Denkmal, Altbau oder Neubau im Kontext – uns interessiert, was ein Ort ist und werden kann. Entwurf und Umsetzung sind ein Prozess: wir planen bis ins Detail und begleiten bis zur Baustelle, damit der Raum so entsteht, wie gedacht.

Fragen an:
Welche Person hat Ihre architektonische Haltung geprägt?

Uns haben vor allem Positionen geprägt, die Architektur als räumliche Erfahrung verstehen. Dabei interessiert uns, wie Räume durch Material, Proportion, Licht und Bewegung wirken und wie selbstverständlich sie sich anfühlen können. Besonders prägend ist für uns eine Haltung, die Präzision mit Zurückhaltung verbindet. Architektur muss nicht permanent Aufmerksamkeit erzeugen, sondern Qualität über Atmosphäre, Klarheit und räumliche Tiefe entwickeln. In den Arbeiten von Álvaro Siza oder Geoffrey Bawa zeigt sich genau das: eine Architektur, die sensibel auf Ort, Klima und Landschaft reagiert und ihre Stärke aus einer stillen Selbstverständlichkeit bezieht. Räume entstehen aus ihren Übergängen, aus Licht, Materialität und der Beziehung zwischen Innen und Außen. Gleichzeitig beschäftigt uns die Konsequenz, mit der Adolf Loos Gestaltung auf Raum, Nutzung und Material konzentriert hat. Reduktion bedeutet für uns dabei jedoch keine Kälte oder Strenge. Gerade Eileen Gray zeigt, dass Einfachheit durchaus elegant, sinnlich, experimentell und ja, sogar extravagant sein kann. Ihre Genauigkeit im Detail, das Denken vom Menschen aus und der Übergang vom Möbel zum Raum prägen unser Verständnis dafür, dass Räume flexibel, intuitiv und zugleich elegant funktionieren müssen.

Wie realisieren Sie Qualität in der Architektur?

Qualität in der Architektur entsteht für uns nicht allein über Entwurf und Planung, sondern vor allem über die konsequente Umsetzung bis ins Detail. Ein wesentlicher Bestandteil davon ist der enge und direkte Austausch mit dem Handwerk. Viele Lösungen entstehen erst im gemeinsamen Gespräch auf Augenhöhe – pragmatisch, präzise und mit dem Anspruch, für jedes Projekt die beste Antwort zu finden. Dabei arbeiten wir bewusst mit bewährten Fachfirmen zusammen, mit denen uns eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit verbindet. Diese Kontinuität schafft Verlässlichkeit, kurze Wege und ein gemeinsames Verständnis für Qualität, Ausführung und Sorgfalt. Gleichzeitig haben wir das Glück, häufig für interessante Menschen mit klaren Vorstellungen und hoher Wertschätzung für Architektur bauen zu dürfen. Dieser offene Dialog mit den Bauherren prägt unsere Arbeit maßgeblich und führt zu individuellen, langlebigen und überzeugenden Lösungen.

Was sind für Sie derzeit die wichtigsten architektonischen Aufgaben?

Die derzeit wichtigste architektonische Aufgabe sehen wir im Bauen im Bestand. Der Umgang mit vorhandener Substanz ist für uns keine Randdisziplin, sondern der eigentliche Kern zeitgenössischer Architektur. Es geht darum, das Vorhandene ernst zu nehmen, seine Qualitäten zu erkennen und es gleichzeitig so weiterzuentwickeln, dass es heutigen und zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Dabei entsteht ein Spannungsfeld zwischen Beständigkeit und Flexibilität. Bestehende Gebäude bringen eine klare bauliche Logik, Materialität und Geschichte mit, die nicht beliebig veränderbar ist. Gleichzeitig erfordert die heutige Nutzung oft Anpassungsfähigkeit und Offenheit für neue Programme und Lebensweisen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, genau in diesem Spannungsfeld zu arbeiten und die Schnittmenge beider Pole herauszuarbeiten. Nicht im Sinne eines Kompromisses, sondern als präzise architektonische Haltung: das Bestehende zu bewahren, ohne es zu konservieren, und es weiterzubauen, ohne seine Qualität zu verlieren. So entstehen Lösungen, die aus dem Vorhandenen heraus entwickelt sind und gleichzeitig Zukunft ermöglichen – robust im Bestand, flexibel in der Nutzung und langfristig tragfähig.

Projektauswahl
Wohnungssanierung, Berlin

Zwei junge, reisende Kunstsammler wünschten sich einen leichten, spielerischen Entwurf, der ihre Altbauwohnung in Charlottenburg aufhellt und flexibel für Kunst bleibt. Nebenräume als freistehende Raum-in-Raum-Elemente ohne Anschluss an Wände oder Decken betonen die Leichtigkeit des Entwurfs. Küche, Essen und Wohnen liegen zentral. Herzstück ist eine knallrote Kücheninsel, sichtbar aus vielen Perspektiven – nutzbar als Küche, Bar oder DJ-Pult.

Die rote Kücheninsel als Epizentrum der Wohnung

Blick aus der Ankleide auf das dahinterliegende Bad

Verspiegelte Flächen schaffen wechselnde Perspektiven

Komplettsanierung eines Baudenkmals, Berlin

Das Haus „Edelstein“, erb. 1922–23 von Eugen Schmohl für Nathan Edelstein in Berlin-Dahlem, ist ein hochwertiges Beispiel der Villenarchitektur der 1920er Jahre. Mehrfache Umbauten zerstörten weitgehend die ursprüngliche Raumstruktur. Bis 2015 war das Gebäude Firmensitz der TOBIS Film GmbH.
Die Sanierung entkernte das Gebäude und ordnete es neu. Ziel: Die zeitgemäße Rekonstruktion der ursprünglichen Raumabfolge. Es entsteht ein Grundriss mit offenem Wohn-/Essbereich, mehr Licht im EG. Dazu kommt die Wiederherstellung von Details, neue Einbauten, Technik und energetische Modernisierung.

Ein multifunktionales Raummöbel

Neue, behutsame Einbauten in le jaune vif

Sanfte Atmosphäre im Elternbad

Ein multifunktionales Haus, Berlin

Ein Gebäude für einen privaten Autosammler: Im Erdgeschoss Ausstellung, Werkstatt und Hebebühne. Das flexible Raumkonzept erlaubt eine spätere Umnutzung mit geringem Aufwand, optional kann eine Holzdecke eingezogen werden für Wohnen auf zwei Ebenen. Die Konstruktion ist in BBS-Holzmassivbauweise ausgeführt, umhüllt mit einer hinterlüfteten Fassade in Eternit, für spätere Anpassungen der Installationen revisionierbar. Große, verschiebbare Glastüren schaffen Transparenz, Sichtbares Holz prägt den Innenraum. Eine Erweiterung von 178 auf 221 m² ist möglich.

Perspektive vom Poolende

Einfahrt - oder doch Wohnzimmer?

Oldtimer im Stapel

Daum Architekten BDA
Kontakt

Daum Architekten Partnergesellschaft mbB
Am Hamburger Bahnhof 2a
10557 Berlin
office@daumarchitekten.de
www.daumarchitekten.com

Inhaber

Britta und Steffen Daum

Gründung

1999

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