

Architektur braucht Haltung und Diskurs – für eine gerechtere, zukunftsweisende Baukultur.
Wir gestalten Orte, die funktionieren, verbinden und Bestand haben. Wir arbeiten ressourcenschonend und suffizient, mit großer Freude am Machbaren. Dabei zählt Wirkung mehr als die Handschrift. Unser Büro, das h.e.i.z.Haus, ist ein Ort der Kooperation. Architektur verändert Realität. Uns treibt die Überzeugung, dass gute Architektur gleichermaßen konsequent, gut nutzbar und nahbar ist.

h.e.i.z.Haus-Team vor dem Büro im ehemligen Heizhaus (Hans Richter, 1928), Foto: Klaus Gigga
Steffen Lukannek: Rem Kohlhaas, Carsten Lorenzen, Florian Nagler
Thomas Schindler: Siegbert Langner von Hatzfeldt, Carsten Lorenzen, Peter Zirkel
Für uns drehen sich die wichtigsten architektonischen Fragen – heute, wie schon seit über 30 Jahren – um den Bestand: Umbau statt Abriss, wo es machbar ist. Das spart nicht nur die energetisch und stofflich eingebauten Ressourcen, sondern bewahrt auch kulturelle, emotionale und baukulturelle Werte.
Weniger Neubau, mehr Suffizienz ist ein guter Ansatz. Sparsame Bedarfe, smarte Low-Tech-Lösungen und gut sortierte Funktionen – darin sind wir geübt. Wiederverwendung direkt auf der Baustelle, Zirkularität in enger Kooperation der Planenden mit allen Beteiligten – darum ringen wir.
Die Bauwende und der gesellschaftliche Wandel spiegeln sich auch in einer Transformation der Planungskultur. Wir arbeiten in kompetenzbasierten Rollen und kümmern uns auf der Meta-Ebene um die Kultur von Kommunikation und Zusammenarbeit: mehr Diversität, Wertschätzung, Ko-Kreation, Resilienz und psychologische Sicherheit, weniger Ego, Patriarchat und ausbeuterische Verschwendung von Ressourcen. Architektur ist politisch: Sie braucht Haltung und Diskurs – für eine gerechtere, zukunftsweisende Baukultur.
Steffen Lukannek: Segeln, Zähneputzen - gute Ideen kommen mir oft, wenn das Gehirn bei monotonen Tätigkeiten in einen entspannten "diffusen Modus" wechselt, in dem es frei assoziiert und kreativ verknüpft.
Thomas Schindler: die genau Beobachtung der natürlichen und der gebauten Umwelt… Kontext und Spuren, Prinzipien und Zufälle, Sichtbares und Verborgenes
Aus dem unvollendeten VGB-Rohbau von 1988 entstand ein offenes Lernhaus für die Universität Leipzig mit Lernklinik, Medizin-Bibliothek und Mensa. Durch den Rückbau der Anbauten wurde die klare 50 × 50 m-Grundfigur freigelegt und zur Grundlage einer neuen räumlichen Ordnung.
Ein präzises Lastkonzept und leichte, vorgefertigte Holzelemente ermöglichten die Transformation trotz begrenzter Tragreserven. Die neue Holzfassade mit Faserzement und passiver Tageslichtlenkung verbindet energetische Effizienz mit konstruktiver Eleganz.
Die neue Sporthalle am Schilfweg in Dresden-Seidnitz ergänzt das Schulensemble als funktionaler, klar gestalteter Holzhybridbau. Ein vorgegraute Lärchenholzfassade, Betonsockel und feststehende Lamellen prägen das ruhige Erscheinungsbild. Der Massivbau-Sozialtrakt mit PV-Anlage und begrüntem Dach fügt sich in die Umgebung ein. Innen schaffen sichtbarer Holzbau, robuste Materialien und blaue Akzente eine freundliche Atmosphäre. Die Halle dient Schul- und Vereinssport, Begegnung und Gemeinschaft. Eine ebenso funktionale wie gestalterisch einfache Lösung mit Lowtech-Ansatz.
Die neue Mensa auf dem Gelände der Polizeihochschule fungiert als zentraler Treffpunkt und schließt den Erschließungsbereich nach Süden ab. Als „Haus am Wald“ integriert sie sich in die Freiflächen und nutzt das angrenzende Wäldchen als identitätsstiftendes Element. Der Speisesaal öffnet sich mit Terrasse zum Grün und bietet einen ruhigen Rückzugsort. Das flach geneigte Satteldach mit schräger Firstlinie prägt den Baukörper, im Inneren sorgt die nachgezeichnete Dachform für abwechslungsreiche Raumhöhen und eine lebendige Atmosphäre.
h.e.i.z.Haus
Architektur.Stadtplanung
Becker.Lukannek.Schindler
Partnerschaft mbB
Wurzener Straße 15a
01127 Dresden
tel. 0351 21 24 95 00
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Prof. Dotothea Becker, Steffen Lukannek, Thomas Schindler
1994