

Jede Transformation hinterlässt Spuren. Sie erzählen von der Geschichte eines Ortes und werden zum Ausgangspunkt für eine behutsame, eigenständige Weiterentwicklung.
Wir stehen für eine Architektur, die im Bestand ihren Ausgangspunkt findet und dessen Potenzial mit Respekt und Aufmerksamkeit weiterentwickelt. Wir arbeiten ausschließlich für private Bauherr*innen und möchten gerade ihnen die besonderen Qualitäten des Bestehenden näherbringen.
Die Geschichte, Materialien, Fügungen und Spuren vergangener Transformationen werden dabei nicht als Hindernis, sondern als wertvolle Grundlage des Entwurfs verstanden. Es geht darum, den Blick für das bereits Vorhandene zu schärfen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Schönheit und welches Potenzial in einem bestehenden Gebäude liegen.
Dabei verstehen wir den Umbau nicht als vollendetes Werk, sondern als Teil einer fortlaufenden Entwicklung.
Am Ende ist Architektur für uns ein gemeinsamer Prozess. Das Ergebnis entsteht im Zusammenspiel mit allen am Bau Beteiligten – aus dem Dialog, dem gegenseitigen Zuhören und der gemeinsamen Auseinandersetzung mit dem Bestehenden.

2016
Eine Doppelhaushälfte aus den 1930er Jahren wurde für eine sechsköpfige Familie nachhaltig transformiert. Der Bestand blieb dabei Ausgangspunkt und Geschichte des Hauses ablesbar: Spuren vergangener Umbauten wurden bewusst bewahrt und weiterentwickelt. Offene Räume, Lufträume und vertikale Blickbeziehungen schaffen eine kommunikative Wohnatmosphäre. Lehm, Holz und rückbaubare Materialien prägen den Umbau.
Die ehemalige Cartonnagen-, Etuis- und Messerbeutelfabrik von 1898 in Solingen wurde zu einem neuen Ort des Wohnens transformiert. Im Mittelpunkt stand, die räumliche und gestalterische Qualität des Bestands aufzuspüren und neu zu inszenieren. Im Vorderhaus prägen Stuck und historische Strukturen die Wohnungen und kleineren Einheiten. Im ehemaligen Werk- und Lagerbereich entstehen großzügige Industrie-Lofts, deren Backsteinmauern und Gusseisenstützen sichtbar erhalten bleiben. Die Geschichte des Gebäudes wird so nicht überformt, sondern zum Ausgangspunkt einer neuen Nutzung.
Ein kleines Hofhaus in der Kölner Indianersiedlung wurde für eine Familie behutsam umgebaut und erweitert. Das Gebäude, über Jahrzehnte von seinen Bewohner*innen selbst verändert und von einem Künstler geprägt, trägt eine besondere Geschichte und einen eigenwilligen Charakter. Ziel war es, diese Atmosphäre zu bewahren und zugleich zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen. Ein großzügiger, offener Wohnbereich bildet das Zentrum des Hauses, während eine flexible Raumstruktur zukünftige Veränderungen ermöglicht. Holz und Lehm prägen die Materialität und unterstützen einen nachhaltigen Umgang mit dem Best
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Eugenio D Catalano, Sebastian Quiel
2016