neu im club
Stefanie Joa
joa studio für architektur gmbh Karlsruhe
© Stephan Baumann
Stefanie Joa

Wir gestalten Räume mit Haltung – sorgfältig, kontextbezogen und nachhaltig, damit Architektur Menschen dient und Orte Identität gewinnen.

Über das Büro

joa studio für architektur steht für verantwortungsbewusstes Weiterbauen, präzise Analyse und eine Architektur, die Haltung zeigt. Wir entwickeln Projekte im Bestand, im Wohnungsbau sowie für Bildung und öffentliche Hand – immer mit dem Anspruch, Orte zu schaffen, die funktional, atmosphärisch und gesellschaftlich wirksam sind. Nachhaltigkeit verstehen wir als integralen Prozess: ressourcenschonend, transparent und mit Blick auf langfristige Wertigkeit. Seit 2012 führen wir unser Büro in Karlsruhe und vereinen interdisziplinäre Erfahrung mit einer klaren, dialogorientierten Arbeitsweise. Unser Anspruch ist es, individuelle Lösungen zu entwickeln, die nicht auf Standardprozessen beruhen, sondern auf Kontext, Konzept und einer sorgfältigen Detailkultur.

Stefanie und Simon Joa | Geschäftsführung joa studio für architektur GmbH

Fragen an:
Was fasziniert Sie an Architektur?

Mich begeistert die Vielfalt und Tiefe, die in jedem Projekt steckt, wenn man bereit ist, genau hinzusehen. Architektur ist für mich kein Produkt von der Stange, sondern ein Prozess des Zuhörens, Übersetzens und Entwickelns. Es erfüllt mich, wenn aus ersten Gesprächen mit Auftraggeber*innen, aus Kontext und Konzept am Ende ein Ort entsteht, der wirklich passt – individuell, durchdacht und mit Haltung.

Welche Person hat Ihre architektonische Haltung geprägt?

Geprägt wurde ich weniger durch eine einzelne Person als durch zwei wesentliche Einflüsse: zum einen durch Architekt*innen, die mit großer Klarheit im Bestand arbeiten und zeigen, dass Weiterbauen ein kultureller Akt ist; zum anderen durch Menschen, die sich mutig und beharrlich für nachhaltige und soziale Themen einsetzen. Aus dieser Mischung ist meine Haltung gewachsen: respektvoll mit dem Vorgefundenen umzugehen, präzise in der Analyse zu sein und Architektur als Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt zu begreifen. Diese Perspektive hat sich durch meine Ausbildung, meine frühe Tätigkeit als Bauzeichnerin und später durch die Praxis im Büro konsequent geschärft.

Wie realisieren Sie Qualität in der Architektur?

Qualität entsteht für mich durch ein Zusammenspiel aus Haltung, Prozess und Detail.
• durch ein genaues Lesen des Ortes und der Bedürfnisse
• durch einen transparenten Entwurfsprozess, der konsequent weiterentwickelt wird
• durch die Bereitschaft, Entscheidungen immer wieder zu hinterfragen
• und durch Sorgfalt – in der Materialwahl, in der Konstruktion, in den Übergängen
Als Büro setzen wir stark auf Dialog: mit Auftraggeberinnen, Nutzerinnen und Fachplanenden. Nur wenn die Idee in allen Phasen getragen wird, entsteht ein gebauter Raum, der stimmig wirkt – funktional, atmosphärisch und dauerhaft. Qualität bedeutet für mich aber auch, Verantwortung zu übernehmen: Ressourcen bewusst einzusetzen und Lösungen zu entwickeln, die langfristig Bestand haben.

Was sind für Sie derzeit die wichtigsten architektonischen Aufgaben?

Die drängendsten Aufgaben unserer Zeit liegen für mich im Weiterdenken des Bestands und im Umgang mit Ressourcen. Wir müssen uns stärker auf das konzentrieren, was schon da ist – räumlich, materiell, sozial. Weiterbauen, Umnutzen und Aktivieren vorhandener Substanz ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern schafft auch Identität und Resilienz.
Gleichzeitig sehe ich im sozialen Raum wesentliche Aufgaben: Orte zu schaffen, die Teilhabe ermöglichen, Gemeinschaft fördern und auf veränderte Lebensmodelle reagieren. Architektur sollte Antworten auf gesellschaftliche Fragestellungen geben – nicht belehrend, sondern durchdacht, zugänglich und mit klarer Haltung.

Was inspiriert Sie?

Mich inspiriert die Präzision des Alltäglichen: Situationen, die man erst auf den zweiten Blick versteht. Menschen, die ihre Umgebung intensiv wahrnehmen. Gespräche über Bedürfnisse, die zu neuen Perspektiven führen. Und der Bestand – seine Geschichten, seine Herausforderungen, seine Potenziale. Inspiration entsteht für mich selten im Spektakulären, sondern im genauen Hinschauen: im Licht, im Material, in Übergängen, im Dialog.
Zudem motiviert mich die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit als kultureller Aufgabe. Sie fordert uns heraus, bekannte Wege zu verlassen und neue Modelle zu entwickeln, die gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Aspekte miteinander verweben.

Projektauswahl
Sanierung und Ausbau von Gewerbefläche zu Büro, Karlsruhe

Das historische Hotel von 1881 wurde architektonisch neu interpretiert, dabei war der Erhalt des Gebäudekcharakters ein wichtiges Ziel. Die ursprüngliche Struktur aus Empfang, Tanzsaal und Gastraum wurde wiederhergestellt und um zwei flexible Besprechungsräume ergänzt. Einbaumöbel, offene Kreativzonen und Rückzugsbereiche prägen das Konzept. Das Materialkonzept ist auf das Raumkonzept abgestimmt und wurde konsequent von außen nach innen entwickelt. Den Grundsatz dabei bildet der Einsatz von rohen Oberflächen und das Belassen alter Bauteile wie Türen, Fenster, Stützen und Wandöffnungen.

© Stephan Baumann

Empfang

© Stephan Baumann

Arbeitsplätze und Servicezone

© Stephan Baumann

Kreativraum

© Stephan Baumann

Community Space

Umbau und Modernisierung Wohnhaus, Karlsruhe

Umbau und Modernisierung eines bestehenden Einfamilienwohnhauses in Hanglage von 1969. Um sich zur Talsicht zu öffnen und die neuen großzügigen Wohnräume in der Eingangsebene miteinander zu verbinden, wurde das Erdgeschoss umstrukturiert. Im Kontrast zu den handgefertigten Vollholzmöbeln steht die Treppenkonstruktion im Herzen des Gebäudes, als verbindendes Element über alle Etagen. Die äußere Silhouette und Formsprache der 60er Jahre blieb größtenteils erhalten und wurde behutsam ergänzt.

© Stephan Baumann

Treppenraum Erdgeschoss - Dachgeschoss

© Stephan Baumann

Gartenansicht

© Stephan Baumann

Küche - Erdgeschoss

© Stephan Baumann

Wohnraum - Erdgeschoss - mit Blick ins Tal

Neubau Mehrfamilienhaus Neckarbogen Modellwohnquartier BUGA 2019 - BA1, Heilbronn

Im 1. Bauabschnitt des neuen Stadtquartiers Neckarbogen zur Bundesgartenschau in Heilbronn entstand ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage. Gestapelte Reihenhäuser und Geschosswohnungen werden über ein zum Freizeitsee orientiertes Treppenhaus erschlossen. Die großen Öffnungen der Townhouses bringen notwendiges Licht in den tiefen Wohngrundriss und schaffen viel Atmosphäre im Inneren. Die Wohnräume bilden die Verbindung zwischen Freizeitsee und Stadtseeseite, über Loggien und Balkone werden die Wohnräume nach außen erweitert.

© Stephan Baumann

Blick aus dem 3. Obergeschoss zum Freizeitsee

© Stephan Baumann

Fassade Seeseite

© joa studio für architektur

Grundriss Erdgeschoss

joa studio für architektur gmbh
Kontakt

joa studio für architektur gmbh
Werderstraße 28
76137 Karlsruhe

tel. +49 721 5686677
fax +49 721 5686676

info@joa-architektur.de

www.joa-architektur.de

Inhaber

Stefanie Joa I Simon Joa

Gründung

2012

Ausstellungen

Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Baden-Württemberg 2025

Artikel weiterempfehlen
Neueste Berufungen